Schlitztrommeln - Log Drums

interaktiv, ursprünglich, erdend

Melodie, Rhythmus, Vibration – seit 1982 stellt unser Gründer Ingo Böhme Schlitztrommeln der besonderen Art her. Sie sind meist aus Padouk-Holz gebaut, dem mit Abstand besten Klangholz. Alternativ verwenden wir auch regionale Esche. Unsere Bestseller sind die großen Tenor- und Bass-Schlitztrommeln als Urform des Klangmöbels von feeltone – fühle den Ton!

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Liebevoll von Hand gefertigt: Schlitztrommeln (Log Drums) von feeltone

Die Herstellung jeder einzelnen Schlitztrommel ist mit viel Handarbeit verbunden: von der Auswahl des passenden Holzes über dessen Vorbereitung bis hin zur Ausarbeitung des raffinierten Innenlebens und dem Ausfräsen der einzelnen Zungen – die genau vor- und feingestimmt werden.

 

Da die Qualität des Holzes und dessen Verarbeitung maßgeblich den Klang bestimmen, lufttrocknen wir die ausgewählten Hölzer bis zu vier Jahre im Freien. Das ist für hochwertige Musikinstrumente dieser Größe auch heute noch unumgänglich. Denn industriell getrocknetes Holz ist vor allem bei trockener Heizungsluft sehr anfällig für Rissbildungen. Mit der sanften und nachhaltigen Trocknung garantieren wir eine hohe Langlebigkeit deiner Schlitztrommel von feeltone.

In besonders kalten Wintern, wenn viel geheizt wird, solltest du trotzdem ein paar Dinge im Umgang mit deinen Holzinstrumenten beachten:

  • Fußbodenheizungen: Platziere immer einen Teppich oder Läufer unter dem Musikinstrument gegen die direkte Heizungswärme.
  • Vermeide das Lüften bei niedrigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, denn bei Frost wird es dadurch in Innenräumen noch trockener.
  • Stelle deine Musikinstrumente beim Lüften vorübergehend in einen anderen Raum, denn die kalte Luft führt kurzzeitig zu großen Temperaturunterschieden im Holz.
  • Hänge bei Heizkörpern einen Wasserbehälter an und wechsle regelmäßig die Filter, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen und Schimmelbildung vorzubeugen.
  • Stelle vorwiegend Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf in deinen Räumen auf und gieße sie regelmäßig – so verdunstet viel Wasser und das Holz deiner Instrumente wird durch die höhere Luftfeuchtigkeit vor Austrocknung geschützt.

Ein Phänomen mit uralten Wurzeln – die Idee der Schlitztrommel

Schlitztrommeln gibt es weltweit in unterschiedlichen Formen und Namen (Teponatzli, Log Drum, Zungentrommel, Kring, Tongue Drum). Für viele Varianten werden ausgearbeitete hohle Baumstämme genutzt: Dabei schlägt der Spieler mit einem Schlägel auf die Kante der Trommel, um einen Ton zu erzeugen. Dank des großen Resonanzraumes entsteht ein recht lauter Ton, der weithin zu hören ist. In Afrika galt die Schlitztrommel – auch Kring genannt – als Buschtelefon, mit dem Dörfer über große Entfernungen hinweg miteinander kommunizierten. Ursprünglich wurde sie immer aus Holz gebaut. Die Azteken nutzten für ihre Teponaztli auch Stein. Erst mit dem aufkommenden Hype um das Hang, eine umgedrehte Steeldrum, wurde die Metallschlitztrommel entwickelt.

 

Faszination Schlitztrommel – so kannst du sie spielen

Was ist das Faszinierende an diesen uralten und global verbreiteten Instrumenten? Man kann damit sowohl einen einfachen Rhythmus trommeln als auch vielseitige Melodien kreieren – die vielen Klangzungen machen es möglich. Durch die pentatonische Stimmung passen immer alle Töne zusammen, sodass rhythmisch intuitive Melodien und minimalistische Rhythmusmuster wie von selbst entstehen.

Es gibt eine Vielzahl von Anschlagtechniken, die du ganz nach Belieben ausprobieren kannst: 

  • mit unterschiedlich weichen Schlägeln in verschiedenen Größen
  • mit den Händen, wie eine Djembe oder Conga gespielt
  • bei den Bass-Schlitztrommeln auch mit den Handballen im hinteren Bereich der Zungen (ergänzend zum Handspiel)

Neben unseren großen Tenor- und Bass-Schlitztrommeln findest du im Sortiment von feeltone auch Tinka Tongs mit einem hellen, hohen Klang – speziell für das leise Fingerspiel konzipiert. Du kannst sie aber auch sehr schnell mit Kautschukschlägeln spielen. Das Federn der Kautschukschlägel auf den Zungen führt zu Wirbeln und Tremolos, die einen ganz eigenen Klang erzeugen.

Unsere Baba Tongs wurden für das Spiel mit den Händen auf dem Schoß entwickelt. So ist der große Tonumfang am besten hörbar. Diese Art der Schlitztrommel kannst du jedoch auch kombiniert mit der Hand und einem Schlägel anspielen.

Stellt man ein ganzes Ensemble von kleinen, mittleren und großen Schlitztrommeln zusammen, entsteht ein faszinierender, Gamelan-ähnlicher Trommelklang, der alle Klangebenen umfasst.

 

Schlitztrommel kaufen – für therapeutische Zwecke

Ähnlich wie bei unseren Monochorden zeigt sich auch bei den Schlitztrommeln von feeltone ein besonderes Phänomen: Du kannst die Vibration im ganzen Körper spüren, während dein Knochensystem als Resonanzraum fungiert. Besonders beliebt sind unsere Instrumente deshalb in Bereichen, bei denen das Erfahren mit allen Sinnen im Fokus steht – beispielsweise im Vorschulbereich und in den unterschiedlichsten Therapieformen.

Auf den großen Schlitztrommeln können zwei Person sitzen – je eine pro Seite – und miteinander trommeln. Das ist eine wunderbare Erfahrung, die Freude bereitet und als therapeutisches Instrument jedes Konfliktpotenzial im Handumdrehen auflöst. Du kannst die Bass- und Tenortrommel auch auf die Seite kippen, sodass eine Liegefläche entsteht. Der Kopf sollte dabei auf einem Kissen liegen. Der ganze Körper empfängt bei einem sanften, gleichmäßigen Spiel angenehm tiefe Vibrationen – er entspannt sich und wird geerdet. Wechseln Spieler und Bespielter im Anschluss die Positionen, entsteht ein tiefes Gefühl der Verbundenheit. Du suchst noch eine weitere kreative Spielweise? Dann stelle die Trommel aufrecht hin, kippe sie auf eine Kante und schlage sie wie einen Kontrabass an. 

 

Das Besondere an den Instrumenten von feeltone: Unsere Schlitztrommeln lassen sich auch dann gezielt zur Kommunikation einsetzen, wo es Sprache nicht vermag. Nonverbales Kommunizieren mit Klang kann Türen öffnen in einen Austausch ohne Missverständnisse oder Hemmungen. So ist es möglich, alternative Kommunikationsformen zu erarbeiten – beispielsweise für Menschen mit Behinderung oder im Zuge von Genesungsprozessen oder bei Konflikten.