Mein Weg des Klangs - Vitae Ingo Böhme

Hätte ich das vorher gewusst, wo mich dieser Weg hinführt ich hätte es nicht für möglich gehalten. Danke an der Stelle an alle, die die große Dimension des Klanges vor mir ergründet haben und die mir immer wieder Schnipsel dieses universellen Wissens hingeworfen haben, so dass ich meine eigene Sammlung von Klangerfahrung daraus zusammenstellen konnte.
Ingo Garten Ass

Es begann damit, dass ich irgendwann in meiner Pubertät Mitte der 1970er Jahre die zum damaligen Zeitpunkt so wild sich entwickelnde Musikwelt entdeckte. Ich war fasziniert von den Klang-Welten der Musikgruppen wie Hawkwind, Jethro Tull, Blind Faith, King Crimson, Genesis, Nice, Emerson Lake and Palmer, Deep Purpel, Yes und darauffolgend von Keith Jarret, Return to Forever und Chick Corea und begann dazu zu malen und die Klänge in Formen und Farben umzusetzen. Diese Zeiten eröffneten mir Zugang zu ganz neuen, entrückten, phantastischen Welten. Diese Welten waren mir so viel wert, dass ich darüber die Schule mit sturem auswendig lernen immer mehr vernachlässigte und bald dann ohne Abschluss ganz verließ.

Ende der 1970er Jahre war die Zeit, wo große gesellschaftliche Umwälzungen zu Gange waren. Die sich wieder verfestigenden faschistischen Strukturen in Politik und Wirtschaft wurden durch die wilde Hippie-Jugend herausgefordert hinzuschauen was schiefläuft und erste ökologische Gedanken und Strömungen nahmen Fahrt auf, die heute weltweit anerkannt sind. Gleichzeitig gab es Bewegungen, die diese Ungerechtigkeiten mit massiver Gewalt beenden wollten (RAF). In dieser Zeit, erlebten wir als junge Menschen die massive Besatzung unseres Landes durch US-Truppen und dass Drogen in großen Mengen ins Land flossen. Nachdem mehrere Freunde in diesen Wirren ums Leben kamen, entschied ich mich für das lebensfördernden Prinzip. Seitdem stelle ich meine Kraft und Liebe in den Dienst von Kunst und Kunsthandwerk als Mittel zur politischen Arbeit. Seitdem stehe ich mit meinem ganzen Leben und Wirken für eine größere Achtsamkeit und Wachsamkeit der Menschheit. Als Kind war ich sehr viel in der Natur und lernte die Liebe und Verbundenheit mit den Elementen, den Pflanzen und Tieren kennen. Mit meinen Entscheidungen in jungen Jahren war mein Weg gefüllt mit Einflüssen, die dieses Prinzip fördern sollten – der Weg des Klangs begann. Diese Entscheidung sollte die beharrlichste Triebkraft durch alle Ups and Downs meines Instrumentenbauer- und Selbstständigen-Daseins werden.

Ingo SOS Kinderdorf

Die erste Dimension kam dazu als ich Ende der 70er Jahre meinen Zivildienst (anstelle von Militärdienst) 18 Monate lang in einem SOS Kinderdorf leistete. Dort gab es neben den Hausmeistertätigkeiten, eine Tischlerei, eine Drechselbank, ein Email-Werkstatt und einen Töpferbereich. In diesen Werkstätten konnte ich mich nach Feierabend intensiv mit den verschiedenen Materialien beschäftigen, sie kennenlernen und erfahren, wie sich Materialien verwandeln und neue Gestalten annehmen. Es gab keine Lehrer und keine Aufgaben, nur Kreativität.

Inspiriert von dieser Welt des Handwerks, von intuitivem Werken und kreativer natürlicher Kunst baute ich 1980 mitten in der Zeit der großen Bewegung „Zurück zur Natur“ eine erste eigene Werkstatt auf. Überall wurden Gemeinschaften gegründet, Biologische Waren, Kunsthandwerk und Lebensmittel hergestellt, das „alternative“ Landleben erprobt. Die Bewegung wollte etwas ändern: Klima- und Umweltzerstörung, Wasserknappheit und Manipulation von Lebensmitteln und Land wurde bereits damals angemahnt.

Neue Dimensionen hatten noch etwas vor mit mir und meine Sesshaftigkeit wurde jäh unterbrochen, so dass ich erneut meine Weggabelungen neu ausrichten sollte. Etwas in mir schlug vor „Wann auswandern, wenn nicht jetzt“. Und so verkaufte ich alles was ich hatte und packte das Wichtigste in meinen VW-Bus: Zeichenzeug, Holzwerkzeug, Autoreparaturwerkzeug, eine Küche und einen Schlafplatz und schickt den Bus per Schiff in die USA, wo es bereits damals etliche Lebensgemeinschaften gab.

Ingo VW Bus

Ich landete also mit meinem Bus nach einer langen Reise quer durch die USA in den Rocky Mountains auf ersten Rainbow-Festivals und weiteren Festivals von Gemeinschaften in vielen äusserst entlegenen Gegenden des Westens, Idaho, Oregon, Washington State, Arizona, Colorado. Dort erlebte ich vor allem Natur, weitgehend unberührte Natur und Musik in Sessions und in vielen Kreisen wo ich hinkam wurde Musik gemacht. So erfuhr ich wohl meine intensivste Initiation in Klang. Doch es gab neben dem Entdecker auch die alten Verhinderer: Als braver Deutscher muss man ja alles gelernt haben und ich hatte kein Instrument gelernt und da saßen viele Leute im Kreis und machten Musik und ich mitten drinnen. Nach einer Weile hatte ich plötzlich eine Trommel zwischen den Beinen und spielte darauf. Ich erschrak, was machte ich da? Klingt das gut? Du kannst das doch gar nicht! Und schon war ich aus dem Rhythmus rausgeflogen. Ups. Vergiss es – mach weiter und schon war er wieder da. Was war das? Jedes Mal wenn ich verstehen wollte was da passierte, verlor ich den Rhythmus und wenn ich mich hingab in den Fluss von Körper und Bewegung war ich wieder dabei. Dieses Erlebnis war so besonders, es war als ob meine Hand von jemanden geführt wird. Ich wurde gespielt, das war nicht mein kleines Ich, das war größer. Mein erster bewusster Kontakt zu dem Geist der Musik, der höheren Kraft, der Intuition, oder wie sollte ich das nennen? Was solls – ich suchte seitdem immer wieder diese Anbindung und jedes Mal wuchs die Sicherheit, dass es funktionieren würde, mal besser – mal schlechter. Seitdem kann ich die meisten Musikinstrumente mit großer Freude intuitiv spielen, denn ich lasse einfach nur los und das Instrument und die unsichtbare Hand spielen, ich bin nur das Werkzeug.

Idaho

Und damit war mein Weg erneut gewachsen und erfüllt von einer Vision. Das nächste was passierte war, dass ich mitten auf einem Festival auf einer Wiese jemanden mit einer Kiste auf dem Schoß sitzen sah, der sanft rhythmisch und gleichzeitig melodiös vor sich hin-spielte – solch ein Instrument hatte ich noch nie gesehen. Eine Kiste aus Holz mit unterschiedlichen geschwungenen Zungen darauf. Ich sollte nie erfahren, wer dieses Instrument in die Welt gebracht hat, aber an dieser Stelle möchte ich diesem Künstler von ganzem Herzen danken. Natürlich gibt es in sehr vielen Kulturen etliche Vorbilder, das direkteste wohl bei den Azteken in Mexico mit dem Namen Teponatzli mit überwigend 2 Tönen, aber wer hat diese Form in eine Kiste übersetzt mit vielen Tönen?

Ingo Arizona Schlitztrommel

Später auf meiner Reise in San Franzisco angekommen entdeckte ich solch ein Instrument ziemlich abgeliebt auf einem Flohmarkt in Sausolito und ich kaufte es für 10 $. Seitdem war diese Schlitztrommel auf allen meinen Wegen dabei und ich lernte sie kennen. Zurück in Deutschland und ziemlich abgebrannt waren alle, denen ich diese Kiste zeigte ebenso erstaunt um den Klang und die Möglichkeiten wie ich damals auf der Wiese und ich entsann mich meiner Fähigkeiten für – Kunst – Handwerk – Intuition und begann bei Freunden in einem 12m großen Hühnerhaus, das zu einer Werkstatt umgebaut war zu erforschen, warum diese Kiste klingt und nach einigen Versuchen war die erste Trommel fertig. Es sollten ca. 100 Stück folgen, ich brauchte Geld zum Leben.

Info FFM Flohmarkt    Erda

Auf Flohmärkten und Kunsthandwerkermärkten aber auch in Kindergärten fand ich schnell Begeisterungsfähige Menschen und bald hatte ich genug zusammen für meine zweite Forschungsreise. 

am Fluss Idaho 1 Arizona

Sommer Herbst und Winter 1984 und Frühjahr 85 verbachte ich wieder auf Reisen in den Amerikas, arbeitet als Hausmeister, Elektriker, Bäumepflanzer, reparierte Häuser, pflückte Obst. Im Süden Mexicos entdeckte ich in Chiapas und in Guatemala die Klänge der Marimba, die in vielen Dörfern gespielt wurde, und saß dann oft in meiner Palapa in Panachachel und malte Bilder von der tropischen Landschaft, von Pflanzen, Vulkanen und Maya-Ruinen, die ich auf Kurzreisen besuchte und deren Schönheit mich faszinierte.

Marimba Guatemala Ingo Weipoltshausen

Im Sommer 1985 war ich zurück in Deutschland und widmetet mich mit neuem Elan dem Instrumentenbau, ich war bereit mich niederzulassen, zu bleiben, hatte genug vom „Unterwegssein“ und gründete 1986 eine Familie, denn mein Sohn war unterwegs. 1988 folgte meine Tochter, nachdem wir in ein altes Bauernhaus mit größerer Werkstatt gezogen waren.

Bässe Große Bass

In diesen ersten Jahren meiner Werkstatt unter dem Namen Boing (Boehme Ingo = Bo-Ing) gab es schnell Berührungen mit der frisch erwachten Musiktherapiebewegung und meine Schlitztrommeln wurden erfolgreich im Spiel mit „Nicht-Musikern“, als intuitives Ausdrucksmittel und für interaktive Begegnungen eingesetzt. Viele Impulse kamen von dort zurück und meine Instrumente entwickelten sich rasch weiter, mehr und weniger Töne/Zungen, größere, andere Formen bis hin zur Liege-Schlitztrommel mit 20 Tönen und einer Länge von bis zu 1,80 m und zum drauflegen. Auch entwickelte ich die ersten Schlitztrommeln, die gestimmt waren. Parallel wurden immer mehr Händler auf meine Schlitztrommeln aufmerksam und so begann ich meine Instrumente auch an den Handel abzugeben.

     Freiburg   Ingo Freiburg

Die nächste Etappe war, dass ich auf Festivals andere Musikinstrumentenbauer kennenlernte, die von dem gleichen Zeitgeist erfasst waren und auf anderem Wege sich dem Thema „intuitiver Klang“ widmeten. Das waren vor allem Peter Hokema dem deutschen Kalimba-Bauer, der heute höchste internationale Maßstäbe setzt und dessen Firma bereits in zweiter Generation geführt wird und Eckart C. Schulz von E.C.S Steeldrums, der Steeldrums in unterschiedlichen Größen herstellte. So taten wir uns zusammen und ich begann diese Instrumente mit in mein Programm aufzunehmen und mit zu vertreiben.

Ab 1990 stellte ich dann auf vielen Kunsthandwerkermärkten, Ökomessen und auf der Musikmesse in Frankfurt aus, was mir schnell einen internationalen Ruf einbrachte und fortan wurden meine Trommeln auch von Kindergärten- und Lehrmittelvertrieben verkauft.

Frankfurt Dortmund

1996 zog ich vom Dorf in die Stadtnähe von Gießen mit deutlich größeren Produktionsräumen und einem Ausstellungsraum in den viele Kunden von weit herkamen und die damals immer noch sehr seltenen Instrumente ausprobierten und sich beraten ließen. Die Firma wurde unter dem Namen „Boehme music“ neu firmiert und ausgerichtet. Im Sommer gab es den Wettbewerb für „neue Instrumente für die Musiktherapie“ der von der Universität in Hamburg im Rahmen des Internationalen Musiktherapiekongresses ausgerufen wurde, ich gewann den zweiten Preis.

Laden Heuchelheim 1 Laden Heuchelheim 2 Laden Heuchelheim 3

1997 begann ich mich mit Saiteninstrumenten zu beschäftigen und bald entstanden erste Monochorde, von denen ich gar nicht wusste, dass sie so heißen. Kurze Zeit später gab ich die Produktion an einen langjährigen Mitarbeiter ab, der fortan unter meiner Firma in der ehemaligen Zigarrenfabrik Rinn & Cloos in Heuchelheim in neuen Räumen die Instrumenten-Produktion in Eigenregie vergrößerte. Es entstanden in der Zeit immer weitere Instrumente aus meiner Feder und in meinem Design, die ich von ihm bauen ließ. Durch diese Trennung von der Produktion konnte ich mich dem schnell wachsenden Vertrieb all der vielen Instrumente widmen, die so wunderbar zu meinem Konzept „intuitive Musikinstrumente – Musik ohne Noten“ passten.

Messe FFM Ingo Malte Musik

Im Jahr 1999 legte ich ziemlich erschöpft ein Sabbatjahr ein und begleitete meine Mitarbeiter von unterwegs. Meine mir selbst auferlegten Sabattbedingunen waren – ein Jahr kein Zuhause zu haben und ein Jahr nicht in die Firma gehen. (Ich war wieder unterwegs) Aus heutiger Sicht ein ganz schönes Wagnis, doch es stellt sich raus, dass ich mich so gut auf eine neue Ebene der Firma vorbereiten, Kräfte sammeln konnte und durch Abstand neue Horizonte visionieren konnte, die mir die Kurzsichtigkeit des Alltags verwehrt hätten.

 Death Valley  Ingo Death Valley

Im Januar 2000 lernte ich auf der Namm Show in Los Angeles die Instrumentenbauer Odell Borg von High Spirits und Bob McNally von Strumsticks kennen. Ich erwarb gleich einige Instrumente, Flöten und Strumstick und nahm sie mit auf eine kleine Reise in die Wüste ins das „Death Valley“. Ich erkundete vier Tage lang allein mit den neuen Instrumenten diese einzigartige Wüstengegend und spielte mit den Echos der Felsen und Berge. Am letzten Tag regnete es in der trockensten Gegend Nordamerikas seit Jahren das erste Mal und ich hörte nachts die Kojoten in den frisch entstandenen Wasserbecken singen und jaulen. Seitdem bin ich diesen beiden Instrumentengattungen in Tiefe und Liebe verbunden.

Bremen Messe

Das Sabbatjahr und der Abstand zum geschäftlichen Alltag setzte in den kommenden Jahren größte Kreativität für ein ganz neues Thema frei. Der Welt der Monochorde. 2003 entstanden zusammen mit meiner neuen Partnerin Martina Gläser gleich zwei neue Instrumente, Klangwelle und Klangstuhl. Wir verbanden mein Wissen als Instrumentenbauer und ihr Wissen als Körpertherapeutin und schufen diese heute weltweit beliebten einzigartigen Klangmöbel. Sie stehen in allen Kontinenten und in vielen Kliniken wird damit erfolgreich gearbeitet.

Serie KLW Heuchelheim  Andreas KLW

2005 heirateten wir und gaben unsere Beziehung und Verbundenheit im Klang einen neuen Rahmen.

Martina und Ingo

2006 begab ich mich erneut in die USA und reiste mit unserer US-Partnerin (feeltone Vertrieb seit 1998) und alten Freundin Gabriele Schwibach zu einem Sound Healing Kongress nach Santa Fe in New Mexico und zu einer Musiktherapiekonferenz nach St. Louis. Auf den tagelangen Reisen erfanden wir den Vertrieb von feeltone in den USA neu und steckten große Ziele.

Festival für kreativen Klang 2007

2007 fand bei feeltone in Heuchelheim das erste und leider einzigste „Festival für kreativen Klang“ statt, wo viele Klang- und Musiktherapeuten aus Europa Workshops und Konzerte auf und mit unseren Instrumenten gaben. Der unvergessliche Auftakt fand im Schwimmbad in Aßlar in einem Thermalbecken statt.

KLW Arizona State Uni

2008 machten wir eine Reise zur Universität von Arizona zu Barbara Crowe einer der wichtigsten Musiktherapeuten der amerikanischen Musiktherapiescene.

 Martina Wüste

2009 organisierten wir unsere erste Klangzeit, wo wir mit bis zu 17 Menschen über 24 Stunden Musik machen, ohne Alltagssprache und nur dem nötigsten Essen. Das findet ab sofort jährlich bis zum Jahr 2020 statt.

Klangzeit 2007 Klangzeit 1

2009/10 reisten wir nach Mexico, Baja California um den Klang der Delfine und Wale zu erkunden und anschließend nach Palenque und Mexico Stadt und untersuchten die Herkunft der ersten Schlitztrommeln der Teponatzlis. Eine dieser Schlitztrommeln steht in dem ehemaligen Pyramidentempel „Templo Mayor“, aus deren Steinen die große, direkt danebengelegene Kathedrale von Mexico Stadt, die 1524 erbaut wurde.

I&M Palenque Teponatzli

2010, direkt nach der Mexico Reise wurde die Zusammenarbeit mit der Werkstatt meines ehemaligen Mitarbeiters unter unserer Firma beendet und wir bauten die Produktion mit meinem alten Weggefährten Kjell Anderson von Auris in Järna, Schweden neu auf. Auf den unzähligen langen Fahrten nach Schweden entstanden die vielen neuen Instrumente, die wir heute noch unverändert bauen. Nach der Trennung von der alten Produktion war es höchste Zeit dem weitergewachsenen Wissen um Klang der letzten Jahre Rechnung zu tragen und so entstanden völlig neue Klangkörper und Ausführungen. In dieser Zeit entwickelte ich die beiden Bestseller Monolini und Monolina. Außerdem erfuhren die großen Monochorde und die Klangwelle wichtige Verbesserungen. Und wir beauftragten eine weitere Firma nahe Greifswald die für uns die Fertigung unserer Instrumente übernahm.

KLW  Werkstatt Guest

Im Zuge dieser immensen inneren Veränderungen und vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise 2008-2011, die damals die gesamte Wirtschaftswelt zumindest von kleinen Firmen umkrempelte zogen wir 2011 privat nach Mecklenburg-Vorpommern, kurz vor die Insel Usedom am Peenestrom um. Es war eines dieser seltenen Zeitfenster offen, wo man solche Quantensprünge machen kann. Wir suchten bewusst die Nachbarschaft der Lebensgemeinschaft von Klein-Jasedow, die sich ebenfalls seit Jahrzehnten dem Thema Musik, Musiktherapie und Heilende Künste widmet. Hier entstehen seit Jahren die berühmten Sona Gongs und Musiktherapeuten werden ausgebildet.

Alte LPG Anbau 15

Anbau 15-1 Neubau 15

Neubau fertig

2012 mussten wir dann die ganze Firma nach Lassan-Pulow in den Nachbarort von Klein-Jasedow nachholen, da der Plan, dass Boehme music eigenständig in Heuchelheim als Vertrieb weiterwirken sollte, leider nicht aufging. Die Umwälzungen waren zu groß. So bauten wir das Lager und Büro in den alten, sehr maroden Hallen eines ehemaligen LPG Landwirtschaftsbetriebes aus – die Werkstatt sollte folgen. Im gleichen Jahr reiste ich im Oktober nach Denver, Colorado, USA um einen ersten Workshop über das Monochord zu geben und lernte damals unsere heutige Mitarbeiterin und feeltone Lehrerin Joule L` Adara kennen, die meine Frau Martina ausgebildet hat.

 Hallenausbau 2013 1    Hallenausbau 2013 2 Team Team 2

2013 folgte der Bau eines ersten Abschnitts der neuen Werkstatt in Lassan-Pulow. Erste neue Mitarbeiter wurden nach dem Umzug neu eingestellt, äußerst treue und zuverlässige Mitarbeiter die die Produktion bis heute intensiv und leitend mitprägen und die den freien Umgang miteinander, wo auf Augenhöhe gearbeitet wird, sehr schätzen. Alte Tradition (seit 1997) ist bei feeltone, dass wir uns einmal die Woche Mittwochs mit allen Mitarbeitern treffen und in einer Redestab-Runde davon berichten was ein jeder erzählen mag und was ihn derzeit bewegt, die Beiträge werden nicht kommentiert. Danach werden allgemeine Dinge kommuniziert, so dass alle mitbekommen wo die Firma in ihrer Entwicklung steht. Dadurch wird eine Kluft zwischen Büro/Versand und Werkstatt vermieden und das Gefühl selber ein Zahnrad im Gesamt-Kunstwerk feeltone zu sein gefördert. Man erfährt voneinander und die Beziehungen vertiefen sich. Heute sind wir wieder 12 Mitarbeiter und es wird umso wichtiger Zeit zusammen zu verbringen, die sich umso mehr wieder auszahlt in der sehr hohen Motivation der Mitarbeiter.

Praxis Martina

Im gleichen Jahr ziehen wir noch privat nach Pulow, wo gerade ein Haus freisteht in dem wir sogar eine Ferienwohnung für unsere Gäste einrichten können. Direkt daneben im ersten Stock zieht auch noch die Praxis für Klangmassage meiner Frau Martina Gläser-Böhme ein.

feeltone Werkstatt KLW Bau

Im Oktober 2013 kommen die ersten neuen Maschinen für die künftige Produktion. Mit dem Umzug nach Vorpommern haben wir entschieden das Geschäftsmodell völlig umzustellen. Wenn wir seit 1996 neben der Produktion immer mehr Instrumente in den Vertrieb übernommen und im Großhandel vertrieben haben, hatte der Markt 2010 derart an Fahrt aufgenommen, dass sich mehr und mehr große Firmen in das Geschäft einmischten, die Preise und die Qualität kaputt machten und mehr daran interessiert waren Container zu bewegen. Das war nicht mehr meine Welt und so war die Entscheidung gut und richtig sich wieder auf die Kernkompetenz zu konzentrieren, die Forschung, Entwicklung und Produktion von Musikinstrumenten. Aus heutiger Sicht die beste Entscheidung meines Geschäfts-Lebens. Heute haben wir nur noch ein paar wenige Produktreihen im Großhandel, die wir nicht selber produzieren, ca. 75% unseres Umsatzes sind eigens entwickelte und teilweise beim Patentamt geschützte Musikinstrumente. Wir geben mittlerweile weltweit den Ton an, wenn’s um Monochorde geht und bringen auch nicht nur Instrumente auf den Markt, sondern bieten dazu eine fundierte Ausbildung an, die sich über 4 Lernblocks erstreckt. Die Ausbildung umfasst alle Bereiche vom einfachen Erlernen der vielen Gesichter des Monochordes, bis hin zur tiefgreifenden Schulung in Klangmassage und der Anwendung des Monochordes in vielen Berufsgruppen. Besonders dieses Wissen und die Wissensvermittlung sind das, was unsere Instrumente so erfolgreich macht.

Praxis mit Pico   Praxis Seminar

Aus dieser Symbiose von unserem Instrumentenbauteam und dem Wissen um die professionelle Anwendung entstehen über die kommenden Jahre hinweg eine Vielzahl von Instrumenten und ergänzendes Zubehör.

monchair im Dome  Klangstühle Litheratur Hotelmonchair Litheraturhotel

Zuerst in 2014 in enger Zusammenarbeit mit unserem damaligen Mitarbeiter Martin Pfeil unser Klangstuhl monchair, der an keiner Stelle einen rechten Winkel aufweist, was für Tischler eine enorme Herausforderung ist. Unsere neue Vakuumpresse erlaubt es uns, unser Design um die geschwungene Form zu ergänzen.  Wir haben den monchair so entwickelt, dass er noch als normales Paket von den Paketdiensten transportiert werden kann.

50 KLW Asien

In 2015 erleben wir einen besonderen Antrieb in der Firma, eine asiatische Firma bestellt Anfang des Jahres insgesamt 50 Klangwellen bei uns, die wir über das Jahr verteilt ausliefern. Das erlaubt uns unsere Werkstatt sofort um einen Ölraum zu erweitern und im zweiten Anlauf ab Sommer 2015 die Räume noch einmal zu verdoppeln. Fast alles in Eigenregie gebaut mit wirld gewachsenen Tragpfosten aus dem nahegelegenen Wald und ausschließlich mit ökologischen Materialien gebaut.

Rohbau 2015 feeltone in pulow

Kurz nach diesem Großauftrag unternehme ich mit meiner Frau eine Workshopreise in die USA – Martina unterrichtet in Miami, Florida anschließend an der Universität in Phoenix in Arizona und danach reisen wir noch nach Kalifornien, um mit unserer Vertriebspartnerin Gabriele Schwibach weitere Pläne zu schmieden. Sie richtet für uns die Kurse aus und assistiert als Übersetzerin. Auf dem Weg nach San Franzisco besuchen wir unzählige Galerien und Souvenirläden, um uns einen Eindruck von den Bedürfnissen der amerikanischen Kunden zu machen und dabei die ältesten Bäume des Kontinents zu besuchen, sie zu ehren und uns bei ihnen dafür zu bedanken, dass wir diesen wunderbaren Rohstoff benutzen dürfen und dem Baum auf unsere Art und Weise eine neue Form und einen neuen Spirit geben zu dürfen. Diese Art der Besuche bei Baum-Ältesten werden in den nächsten Jahren zur Tradition werden.

Sequoia mit Monolina Sequoia-1

Joshua Tree Park SF Golden Gate

Zurück in Deutschland bekommen wir die Aufgabe für unsere Zukunft und Planungssicherheit auf dem ehemaligen LPG Gelände, das bereits „Pulower Landwerkstätten“ heißt einen Bebauungsplan zu erstellen. Die verschiedenen Firmen in dem ökologischen Gewerbepark schließen sich zusammen in einer Gbr für die Entwicklung der zukünftigen Nutzung des Geländes. Eigentlich ist diese Zeit- und kostspielige Angelegenheit die Arbeit der zuständigen Gemeinde, doch da wir hier im tiefsten Osten, weit weg von Metropolen, dafür in wunderschöner Landschaft geht hier alles anders. Bis heute gelten wir als Raum-Pioniere und die Gemeinden sind trotz Solidaritätszuschlag immer noch haushaltstechnisch dazu gezwungen, ihre Werte (Immobilien) zu verkaufen, anstatt neue Firmen anzusiedeln. Wir haben in den nächsten 6 Jahren selber mit einem Planungsbüro und 24 Behörden die Aufgaben abgestimmt und die dazugehörigen Kosten aufgebracht um 2020 endlich die Genehmigung für die Nutzung zu erhalten. Unsere hohe Flexibilität und Kreativität in Zusammenarbeit mit den anderen Partnern der Pulower Landwerkstätten ist es zu verdanken, dass wir das so ganz nebenbei neben unserer allgemeinen Geschäftigkeit entwickeln konnten. Da passt wieder mein Bild von einem Gesamtkunstwerk das wir hier mit feeltone in Ostvorpommern schaffen.

Büro Werkstatt 1

Team Werkstatt 2

Monolinas Ausstellung

Treppe Trommelbau KLW Bau Werkstatt 3

Werkstatt Pulow

In 2016 nach Auslieferung der letzten Klangwellen nach Asien übernehmen wir wieder die komplette Produktion aller Instrumente in die neuen Räume. Es kommen im Herbst des Jahres weitere Maschinen dazu, damit der deutlich gewachsene Mitarbeiterstamm auch parallel an Maschinen arbeiten kann.

 Martina Wüste Vollmond Aussicht Gruppe

Im Winter 2016 unternehmen Martina und ich eine erneute Workshop-Reise in die USA, diesmal nach San Diego, Kalifornien. Neben zwei Kursen in einem gemieteten Ferienhaus direkt am Pazifik, geben wir noch an einem Tag einen Kurs für Musikstudenten an der Universität von San Diego.

Im Sommer werde ich stolzer Opa eines Enkelsohns.

Ingo Opa

2017 unternimmt Martina alleine eine Workshopreise nach Portland Oregon wieder organisiert und gedolmetscht von Gabriele Schwibach, wie alle Workshop-Reisen vorher.

Martina Oregon

2018 organisiert feeltone USA unter Gabriele Schwibach eine erste Musikmesse, die Namm Show in Los Angeles (LA) und ich stelle zusammen mit meiner ältesten Geschäftspartnerschaft, der Firma Hokema Kalimbas und mit Metal Sound aus Frankreich aus. Ich hatte feeltone USA 2016 mit Hokema und 2017 mit Metal Sounds zusammengebracht und 2018 wurde aus dieser Erfolgsgeschichte die Firma „We play well Together“ unter Gabriele Schwibach.

Namm Show 2018

Anschließend an die Namm Show reiste ich mit einer Tinka Tong und einer Flöte im Gepäck durch die Wüste zu den Alabama Hills, dem Tal zwischen den hohen schneebedeckten Bergen der Sierra und den White Montains, den Bergen vor dem Death Valley. Eine einzigartige Gegend, der westlichste Bereich des Shoshonen Landes. Dort erwanderte ich die sagenhafte Landschaft der Alabama Hills, die schon in vielen Filmen Kulisse standen. In den White Montains, auf 3400 m Höhe und den wohl trockensten Bergen in den ganzen USA wachsen die Brisclecone Trees, die wohl ältesten Bäume der Welt. Es gibt stehende Exemplare, die etwas über 5000 Jahr alt sind, stehende abgestorbene Baumskelette, die über die Karbon-Methode nachweislich vor ca. 3000 Jahren abgestorben sind und vor 7-8000 Jahren als Keimlinge dort aus dem Boden kamen und es gibt liegende tote Bäume, die bereits seit 6000 Jahren tot dort liegen und vor 12000 Jahren das erste Licht erblickten. Es ist zu trocken um zu verdorren. Ganze Wälder gibt es davon und man fühlt sich so klein in Anbetracht dieses Alters und gleichzeitig wird einem klar, dass es keinen Grund gibt Angst zu haben. An diesem Platz ist seit 12000 Jahren nicht viel passiert. Das kann man mit der Hand fühlen.

Briscle Cone Trees Sansula in der Wüste   Alabama Hills 1     Flöte in der WüsteAlabama Hills 4

Im April 2018 geben wir der Musikmesse nach längerer Pause wieder einmal eine Chance, allerdings erneut mit ernüchterndem Ergebnis, wir vermissen einfach die langjährigen Händler und Geschäftsfreunde.

Im Frühling werde ich noch zweimal Opa zwei Enkeltöchtern, mit den Enkeln meiner Frau Martina sind es jetzt schon 5 Enkelkinder.

Im Verlauf des Jahres haben wir einige schmerzliche Unfälle in der Produktion, die uns insgesamt 9 Monate Arbeitszeit kosten.

Ende 2018 gibt Martina noch einen Workshop "Geheimnis Monochord" auf Lanzarote.

Lanzartote Lanzartote 1

2019 besuchen wir das erste Mal die Therapiemesse in Stuttgart, ein deutlicher Erfolg. Im Jahresverlauf steigt der weltweite Verkauf von Monolinis und vor allem Monolinas, aber auch Klangmöbeln deutlich an. Im Sommer besuchen uns Gabriele Schwibach „We play well togehter“, Hugo Hokema von Hokema Kalimbas und Marc Guilliou von Metal Sounds und wir besprechen die weitern gemeinsamen Unternehmungen und Auftritte.

Namm Show 2020

2020 organisiert Gabriele Schwibach erneut einen Stand mit Hokema Kalimbas und Metal Sounds und feeltone unter dem Namen von „We play well together“ von auf der Namm Show LA. Mittlerweile treffen wir viel bekannte Gesichter und Kunden.

Natürlich folgt eine weitere Reise, diesmal aus Zeitgründen nur in den 3 Autostunden von LA entfernt liegenden Joshua Tree Park, wo etliche Filme mit dem Monochord und diesmal eher Felsen und Steinen, als Bäumen entstehen.

Joshua Tree Josh-4Josh-1 Josh-5 Josh-3  Josh-6Josh-2 Josh-7

Nach der Reise wird noch schnell auf der Therapiemesse in Stuttgart, Anfang Februar ausgestellt, dunkle Wolken kreisen schon am Himmel und dann mit voller Fahrt ab April in den Corona Krisen Lockdown mit 5 Monate Kurzarbeit für einen Teil der Belegschaft.

Aber Langeweile kennen wir nicht, wir ziehen wie geplant am 1. März privat um auf die Insel Usedom und parallel mit der Praxis Ma-Mer nach Klotzow, direkt an die Delta- und Moorlandschaft des Peenestroms, dem Wasser, das die Insel vom Festland trennt. Ein Paradies für Zugvögel und heimische Fischliebhaber. 2018 versammelten sich hier über 200 Adler, weil in der Dürre die großen Wasserflächen zu Tümpeln geschrumpft waren, in denen es reichlich Fisch gab, der nicht flüchten konnte.

Klotzow Klotzow-1

Mo-34 RU Trommeln

Trotz der unglaublich verrückten Zeit, die von Vollbremsung zu Vollgas und zurück wechselte konnten wir in 2020 die Genehmigung des Bebauungs-Planes erwirken, eine extrem zähe Angelegenheit, wenn man bedenkt in welcher Geschwindigkeit Großkonzerne Landschaften zubauen.

Und dank der uns so positiv zugewandten Kunden in der Zeit der neu gefundenen Bewegungsfreiheit im Sommer 2020 konnten wir rasch die Lücken wieder ausgleichen. Im zweiten Halbjahr konnten wir zusätzlich noch deutlich mehr unserer Instrumente produzieren und verschicken, ständig am Rand der Kapazitätsgrenzen. Behindernd kam dazu, dass der internationale Versand geprägt war von Schäden, Verlusten, Totalschäden, Lieferverzögerungen und Schikanen durch die völlig überforderten Paketdienstleister durch die weggefallenen Transportmöglichkeiten in der Luftfahrt. Von Langeweile wieder keine Spur, die Pandemie hat deutlich mehr Kraft gekostet sich ständig umzuorganisieren, neu zu Planen und mit Verlusten und Förderungen klarzukommen.

Mari Si-Yin Mo-34 Martina

Wir konnten dennoch deutlich spüren, dass es für viele Kunden sehr hilfreich war in diesen unsicheren Zeiten ein leicht zu spielendes Instrument zur Hand zu haben, um sich mit dem Klang entweder zu verbinden oder den immer wilder werdenden Nachrichten und der Perspektivlosigkeit zu entkommen und sich im Klang zu erholen und Mut zu schöpfen. Mir war es die ganze Zeit hindurch wichtig mich nicht polarisieren zu lassen, sondern meinen kreativen Weg in Zuversicht zu gehen und das hat wieder einmal funktioniert.

Wir konnten in 2020 viele Filme von unseren Instrumenten und ein Porträt filmen.

Mo-34 Jasmin

Mo-34 Runbin

MO-34 Ebony & Ivory Mo-34 Ebony & Ivory -1

So haben wir voller Mutes das neue Jahr 2021 begonnen. Es gab viel zu tun, das absolut leere Lager nach dem Weihnachtsgeschäft wieder zu füllen und den Relaunch unserer neuen Webseite, an der wir seit dem Sommer 2020 arbeiten immer wieder um einen weiteren Monat zu verschieben.

Im Januar fand noch die erste Digitale Namm Show in Los Angeles statt und dank unserer amerikanischen Partnerin hatten wir einen super Auftritt mit vielen Konzerten, Instrumentenvorstellungen, reichlich Besuchern und vielen Neukontakten.

Dann schnell zurück zur Webseite: Ich habe alleine 8 Wochen lang alle Texte akribisch überarbeitet, alles übersetzt und den Shop völlig neu aufgebaut und im Hintergrund haben mehrere Kollegen alle Daten in unsere neue Fakturierungssoftware eingepflegt, ein Unterfangen, das bei der Komplexität unserer Firma nicht zu unterschätzen ist. Ab Anfang März wurde dann fleißig in zwei Sprachen Korrektur gelesen. Am 1. April soll es losgehen.

Und trotzdem wir wieder und sogar länger schon im Lockdown sind ist es etwas anderes in 2021 als in 2020. Letztes Jahr hat wir den Vorteil des Schocks, der uns durch die ersten Schmerzen führte, dieses Jahr wird der Schmerz eher chronisch, eine lähmende Gewöhnung an das „nix geht außer arbeiten“. Nun ja – wir lassen uns dadurch nicht die Freude am Zusammen Wirken nehmen und freuen uns täglich an unserem Team und dem was wir erreichen.

Auch dieses Jahr haben wir viel vor an neuem, Veränderungen außen und innen, aber mein Rückblick in die fast 40-jährige Historie muss nun hier enden. Was noch kommen wird werde ich dann von Zeit zu Zeit in dieser Historie ergänzen.

Gerade wurde ein harter Lockdown über Ostern statt der erhofften Lockerungen verhängt. Wir verschieben also die Neueröffnung unseres Shops ein weiteres mal, damit das nicht zum April Scherz wird.

Im April 2021

Ingo Porträt

 

 

Ingo Böhme                                                                                         im März 2021

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